Tourism Nova Scotia

Nationalparks in Atlantik-Kanada

In den Städten Atlantik-Kanadas ist die Natur nie weit entfernt. Natur­schön­heiten erreicht man in kurzer Zeit sogar von Halifax in Nova Scotia, Charlotte­town in Prince Edward Island, Moncton in New Brunswick oder St. John’s in Newfoundland and Labrador. Aber auch die Orte selbst bieten interessante Aus­flugs­ziele: In ihnen erfährt man mehr über die Geschichte des Landes und seine Einwohner. Kein Wunder in einer Region, in der Franzosen und Engländer über Jahr­hunderte um die Vor­herrschaft über diesen Teil der Neuen Welt wetteiferten. Am besten erlebt man Städte und Natur der vier Provinzen New Brunswick, Prince Edward Island („PEI“), Nova Scotia und Newfoundland and Labrador in ihren National­parks. Einige davon stellen wir hier vor.

1. Cape Breton Highlands National Park in Nova Scotia

Wanderer im Cape Breton Highlands National Park, Nova Scotia
Cape Breton Highlands National Park, Nova Scotia © Tourism Nova Scotia

Der Cape Breton Highlands National Park liegt am Nordostzipfel der gleich­namigen Insel. Hier trifft unberührte Natur mit bewaldeten Hügeln und tief ein­geschnittenen Tälern auf die raue Atlantik­küste. Der Cabot Trail, eine der ein­drucks­vollsten Küsten­straßen Nord­amerikas, verläuft durch den National­park. Auf kurven­reicher Strecke eröffnen sich den Auto­fahrern immer neue Ausblicke auf die Küsten­linie. Wanderer finden Trails aller Schwierig­keits­grade. Küsten­regionen, Wasser­fälle, Seen, Torf­land­schaften und Fluss­täler bieten ein abwechslungs­reiches Wander­gebiet. Mit etwas Glück kann man Wale von Land aus beobachten, oder man fährt mit einem Wal­beobachtungs­boot zu den Futter­plätzen der Meeres­säuger. Besonders spektakulär ist der Cape Breton Highlands National Park im Spät­sommer, wenn die ersten Fröste die Laub­bäume auf der Insel bunt färben. Aber auch auf dem Fest­land gibt es mit dem Kejimkujik National Park ein Natur­paradies, bestehend aus einer natürlichen Seen­land­schaft und dichten Wäldern.

2. Louisbourg National Historic Site in Nova Scotia

Louisbourg National Historic Site, Nova Scotia
Louisbourg National Historic Site, Nova Scotia © Tourism Nova Scotia

Ein Besuch in der Festung Louisbourg an der Süd­ost­spitze von Cape Breton Island liefert lebendige Einblicke, wie der All­tag in einer franko­kanadischen Stadt im Jahr 1744 aussah, bevor die Engländer die Herrschaft über Atlantik-Kanada über­nahmen. Soldaten patrouillieren an den Toren der Festung. Besucher können den Schieß­übungen zuschauen, während in den Tavernen der Stadt Wein ausgeschenkt wird. In den Wohnhäusern der Festungs­stadt stellen elegant gekleidete Damen feine Stick­arbeiten her, während Dienst­mägde im Garten das Unkraut jäten. Ein Schmied hämmert in seiner Werkstatt auf seinem Amboss. Wenige Schritte weiter grasen Schafe auf den Hügeln hinter der Festung, über die einst die Briten Louisbourg einnahmen.

3. Fundy National Park in New Brunswick

Wanderer im Fundy National Park, New Brunswick
Fundy National Park, New Brunswick © Tourism New Brunswick

Der Fundy National Park ist Schauplatz eines der spektakulärsten Natur­phänomene Atlantik-Kanadas: dem Gezeiten­wechsel an der Bay of Fundy. Aus diesem Meeres­arm, der New Brunswick von Nova Scotia trennt, zieht sich das Wasser bei Ebbe zweimal pro Tag zurück. Das ermöglicht es Besuchern, auf dem Meeres­boden zu wandern, in Kajaks das Ansteigen des Wassers bei Flut zu erleben und außer­gewöhnliche Aus­blicke von der Küste auf die Bucht zu genießen. Wanderer finden aber auch im Hinter­land zahlreiche Möglich­keiten, den Park zu Fuß zu erkunden. Kurze und barriere­freie Rund­wege gibt es ebenso wie Mehr­tages­wanderungen für Outdoor-Fans. Insgesamt erwartet die Besucher ein Netz aus über 100 Kilo­meter Wander­wegen – je nach Schwierig­keits­grad und Länge ist für jeden etwas dabei.

4. Kouchibouguac National Park in New Brunswick

Liegestühle am Strand des Kouchibouguac National Parks, New Brunswick
Kouchibouguac National Park, New Brunswick © Tourism New Brunswick

Der Kouchibouguac National Park ist bekannt für sein warmes Wasser und seine Sand­strände. Aber damit nicht genug. Mit einem Fatbike durch den Park zu radeln ist eine erholsame Art, diesen Park zu erkunden. Da gibt es Biber­dämme und -bauten in den Teichen zu entdecken. Und am Kellys Beach lohnt es sich, Aus­schau nach Krabben, Muscheln, Austern, Shrimps und anderen Meeres­tieren zu halten. Mit einem erfahrenen Guide können Besucher in einem Kanu durch die ruhigen Gewässer einer Fluss­mündung zu einer Kolonie von Kegel­robben rudern, genauso, wie es einst die Mi’kmaq First Nations und die französischen Pelz­händler machten. Und im großen Wigwam sind die Mi’kmaq bereit, Geschichten und Erzählungen der indigenen Traditionen weiter­zugeben.

5. Prince Edward Island National Park auf Prince Edward Island

Wanderer im Prince Edward Island National Park
Prince Edward Island National Park © Tourism PEI

An der Nordküste von Prince Edward Island befindet sich dieser malerische National­park. Die Küsten­region mit ihren roten Klippen und Dünen­land­schaften lässt sich am besten zu Fuß oder mit dem Fahr­rad auf einem der Küsten­pfade erkunden – alternativ kann man mit dem Kajak daran vorbei­paddeln. Familien mit Kindern haben ihren Spaß bei den Sand­burgen am Brackley Beach.

Wer spektakuläre Ausblicke sucht, kann nach den roten Adirondack-Stühlen Ausschau halten: Die „Red Chairs“ stehen an besonders schönen Orten. Nicht alle sind markiert – daher lohnt es sich, die Augen offen zu halten. Vielleicht passt dazu ja ein „Perfektes Picknick“? Unter diesem Motto kann man sich bei örtlichen Geschäften einen Picknick­korb für zwei holen und an einer besonders schönen Stelle am Strand sein Essen genießen. The „Perfect Picnic“ gibt’s hier zu bestellen.

6. Province House National Historic Site in Charlottetown, Prince Edward Island

Besucher der Province House National Historic Site
Province House National Historic Site © Tourism PEI

Wer Charlottetown besucht, kommt am Province House nicht vorbei. Dieses Gebäude ist seit 1847 Sitz der Provinz­regierung von Prince Edward Island. Bedeutsam für ganz Kanada ist es, weil sich dort die Gründerväter der kanadischen Konföderation trafen. Seither gilt das Gebäude als Geburtsort Kanadas. „The Story of Confederation“ ist ein Programm im Confederation Centre of the Arts, bei dem Besucher die Entstehung Kanadas im Film und in einem Nachbau des historischen Confederation Chamber erleben können. Alternativ können sie virtuell durch die Hallen des Province House spazieren.

7. Der Gros Morne National Park in Neufundland und Labrador

Wanderer im Gros Morne National Park
Gros Morne National Park © Newfoundland and Labrador Tourism

Der Gros Morne National Park besteht aus mehreren Teilen. In den Tablelands im Süd­teil des Parks kann man über den Erd­mantel wandern, ein Teil der Erde, der gewöhnlich tief unter der Erd­ober­fläche begraben liegt. Inner­halb einer Stunde spaziert man mit einem Guide durch 500 Millionen Jahre Erd­geschichte. Zodiac-Boote bringen Besucher in urweltlich anmutende Land­schaften am Trout River.

Gemächlicher sind dagegen die Bootsausflüge durch die Fjord­land­schaft des Western Brook Pond im Nord­teil des National­parks. Nach einer knapp einstündigen Wanderung durch Torf­regionen gelangt man zum Boots­anleger. Dort legen Ausflugs­boote ab und fahren vorbei an den hoch auf­ragenden Steil­hängen des Western Brook Pond durch den Fjord. Wildnis-Wanderer können in sieben bis acht Stunden bis zum Gipfel der Western-Brook-Pond-Schlucht wandern oder auf dem Snug Harbour Trail mehrere Tage lang durch die atlantische Wildnis trekken.

8. Cape Spear Lighthouse National Historic Site in Neufundland und Labrador

Cape Spear Lighthouse National Historic Site
Cape Spear Lighthouse National Historic Site © Newfoundland and Labrador Tourism

Am östlichsten Punkt Kanadas steht ein einsamer Leucht­turm. Cape Spear Light­house wacht über die Ost­spitze des Landes. Hier gleiten im Frühjahr Eis­berge vorbei. Buckel­wale und Delfine spielen in den Wellen des Atlantik unter­halb der Klippen, auf denen der Leucht­turm thront. Man kann ihren Kapriolen von den Wander­wegen unter­halb des Leucht­turms zuschauen oder mit einem Boot von St. John’s hinaus­fahren, um sie aus der Nähe zu beobachten. Besonders schön sind die Morgen­dämmerungen am Cape Spear, wenn die Sonne aus dem Atlantik aufsteigt und man weiß, dass einen nichts außer den Weiten des Atlantiks von Europa trennt.

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