Destination Canada

Kunstvolles Toronto

Weltklasse-Museen, kunterbunte Street-Art, renommierte Bühnen­kunst und eine innovative Film­branche: Toronto ist das pulsierende Zentrum der kanadischen Kultur­szene – sein kreativer Geist ist an jeder Ecke spürbar. Lang­weilig wird es in der Millionen­stadt nie, denn täglich locken Theater- und Tanz­auf­führungen, Film-Screenings und Aus­stellungs­eröffnungen.

Museen & Galerien

Ob zeitgenössische Installationen oder Gemälde alter Meister: Kunst­lieb­haber haben in Toronto die Qual der Wahl, denn mit weit über hundert renommierten Museen und sorgsam kuratierten Galerien ist die Auswahl gewaltig.

Darf auf keinem City Trip fehlen: Ein Besuch im renommierten Royal Ontario Museum.
Darf auf keinem City Trip fehlen: Ein Besuch im renommierten Royal Ontario Museum. © Doug Brown

Das Schwergewicht unter Torontos Kunst­hallen ist das 1914 eröffnete „ROM“ (Royal Ontario Museum) – mit über sechs Millionen Kultur­objekten aus aller Welt das größte Museum des Landes. Die permanenten Ausstellungen des ROM umfassen neben antiken Artefakten, Dino­saurier­skeletten und Malereien aus vielen Jahr­hunderten auch eine hochgelobte Aus­stellung über die Kultur und Geschichte der indigenen Völker Nord­amerikas.

Nur wenige Gehminuten vom ROM entfernt liegt das Gardiner Museum, das sich als eine von wenigen Institutionen weltweit auf Keramik­kunst spezialisiert hat. Nicht nur die Sammlung selbst ist einen Besuch wert: Der preis­gekrönte moderne Gebäude-Quader zählt zu einem der schönsten Bau­werke Torontos.

Am nördlichen Rand der Chinatown liegt ein weiteres architek­tonisches Juwel: Die „AGO“ (Art Gallery of Ontario) ist das Herz­stück der Galerie­szene – und gilt als eines der besten nord­amerikanischen Kunst­museen. Mit einer gewaltigen Sammlung zeit­genössischer kanadischer Kunst, Exponaten aus Renaissance und Barock und dem Henry Moore Sculpture Centre – der größten Moore-Sammlung der Welt – wird sie ihrem Ruf mehr als gerecht.

Das Gebäude wurde 2008 von Star-Architekt Frank Gehry mit einer spektakulären hölzernen Wendel­treppe und einer neuen Glas­fassade ausgestattet, die „an ein Kristall­schiff erinnert, das durch die Stadt treibt“, wie die „New York Times“ zur damaligen Neu­eröffnung treffend schrieb. Das Highlight für AGO-Fans sind die rauschenden Kunst­partys, die hier an jedem ersten Donnerstag­abend des Monats stattfinden.

Die beliebte Galerie „AGO“ lockt mit einer imposanten Kunstsammlung und abendlichen Events.
Die beliebte Galerie „AGO“ lockt mit einer imposanten Kunstsammlung und abendlichen Events. © Clifton Li

Seit 2014 ist Toronto außerdem um ein besonders spannendes Kunst­haus reicher: Das palast­artig anmutende Aga Khan Museum im North York Distrikt ist das einzige Museum Nord­amerikas, das sich in ganzer Breite mit dem künstlerischen, intellek­tuellen und wissen­schaftliche Erbe muslimischer Zivili­sationen aus­einander­setzt.

Ein moderner Palast voller Kunst: Das „Aga Khan Museum“.
Ein moderner Palast voller Kunst: Das „Aga Khan Museum“. © Gary Otte

Neben den etablierten Institutionen sind es aber auch die zahlreichen kleinen Galerien, die mit neuen Ansätzen die Grenzen der Kreativ­szene verschieben. Etwa das Cooper Cole, dessen Schwer­punkt auf besonders jungen Talenten liegt, oder die Stephen Bulger Gallery, deren Namens­geber auch Co-Founder des all­jährlich in Toronto statt­findenden Fotografie-Festivals „CONTACT“ ist.

Alljährliche Kunst-Events

Ein Aufruf zur Kunst auf der „Nuit Blanche“
Ein Aufruf zur Kunst auf der „Nuit Blanche“ © Destination Canada

Wer Toronto im September oder Oktober besucht, hat die Chance, an einem der beiden beliebtesten Kunst-Events teilzunehmen: Dann lockt die „Nuit Blanche“, die „Weiße Nacht“. Von Sonnenuntergang bis zum Morgengrauen verwandelt sich die gesamte Stadt in eine Präsentations­fläche für Künstler aus aller Welt. Ende Oktober findet zudem Kanadas größte alljähr­liche Messe für moderne Kunst statt: die „Art Toronto“. Tausende Besucher pilgern dann in das Metro Toronto Convention Centre in Downtown, um die Werke neuer wie etablierter Künstler zu entdecken.

Blühende Street-Art

Doch nicht nur innerhalb der vielfältigen Aus­stellungs­räume lässt sich in Toronto wunderbar Kunst bestaunen. Die plakative Street-Art, die sich überall in der Metropole verteilt, ist nicht minder imposant. Meterhohe kunter­bunte Murals zieren viele der einst grauen Fassaden.

Von abstrakten Graffiti über detail­verliebte Wand­bilder bis hin zu politischen Botschaften: Die Street-Art-Szene Torontos boomt und wird von der Stadt und vielen gemein­nützigen Initiativen aktiv gefördert. Neben einheimischen Künstlern zieht es deshalb Graffiti Artists aus aller Welt in den brodelnden Melting Pot. Wie etwa den inter­national bekannten Straßen­künstler Okuda San Miguel, der im Juli das bisher größte Wand­gemälde seiner Karriere fertig­gestellt hat. Über 23 Stock­werke zieht sich „Equilibrium“ – ein regen­bogen­farbenes psychedelisches Mural an der Straßen­kreuzung Carlton/Jarvis!

Eine herrvoragende Foto-Kulisse: Die immer wieder neu entstehende Street Art.
Eine herrvoragende Foto-Kulisse: Die immer wieder neu entstehende Street Art. © Destination Canada

Beliebter Anlaufpunkt ist die „Graffiti Alley“ im Fashion District. Einen ganzen Kilo­meter lang kann man hier immer wieder neu entstehende Straßen­kunst bestaunen, und auf geführten Touren spannende Hinter­gründe zu den bunt bemalten Wänden erfahren. Auch ein Abstecher in das multikul­turelle Viertel Kensington Market lohnt sich.

Neben allerlei Graffiti-Kunst ist ein populäres Foto­motiv das „Garden Car“ – ein zum Mini­garten umfunktioniertes, völlig zugespraytes Auto.

Theater, Oper und Ballett

Die belebte Yonge Street ist eine der kulturellen Hauptadern der Stadt.
Die belebte Yonge Street ist eine der kulturellen Hauptadern der Stadt. © Destination Canada

Allerdings sollte man sich tagsüber auch nicht zu viel vor­nehmen, denn neben den bildenden Künsten ist Ontarios Haupt­stadt auch eine Hoch­burg der Musik und Schau­spielerei. Nach New York und London gelten Torontos Bühnen als die wichtigsten des englisch­sprachigen Theaters. Hoch­karätige Musicals und Broadway-Stücke gastieren in den vier Mirvish-Theater­häusern in Down­town, während viele kleine Bühnen – etwa das Tarragon Theatre, das Theatre Passe Muraille oder das Factory Theatre – auf kanadische Produktionen spezialisiert sind. Pracht­stück der Schau­spiel­szene ist aller­dings das 1913 eröffnete „Elgin and Winter Garden Theatre Centre“ an der Yonge Street: Es ist das welt­weit letzte noch bespielte Doppel­stock­theater aus der Edwardischen Epoche und damit eine ganz außer­gewöhnliche Kulisse.

Liebhabern der klassischen Musik wird in der „Roy Thomson Hall“ das Herz aufgehen – denn hier ist das renommierte Toronto Symphony Orchestra zu Hause. In der wunder­schönen Koerner Hall wird hingegen ein facetten­reiches musikalisches Programm von Klassik über Jazz bis Pop und Welt­musik geboten. Das hoch­karätige Ensemble der Canadian Opera Company spielt im Four Seasons Centre for the Performing Arts. Hier tanzt von November bis Juni außerdem The National Ballet of Canada: Unter der Leitung der früheren Ballett­tänzerin Karen Kain spielt die 70-köpfige Ballett­gruppe Evergreens wie „Schwanen­see“ und „Der Nussknacker“, aber auch moderne Tanzstücke.

Oper und Ballett sieht man im „Four Seasons Centre für darstellende Künste“.
Oper und Ballett sieht man im „Four Seasons Centre für darstellende Künste“. © Clifton Li

Filmfestivals und Kinokultur

Toronto ist nach New York und Los Angeles die drittgrößte Film­produktions­stätte Nord­amerikas. Viele US-Block­buster werden hier gedreht, weil die Kosten in der kanadischen Stadt deutlich geringer sind als in Holly­wood – kein Wunder, dass die Film­branche in Toronto fester Bestand­teil der kulturellen Identität ist.

Stars und Sternchen tummeln sich in Toronto während des alljährlichen Filmfestival TIFF – hier etwa US-Schauspieler George Clooney.
Stars und Sternchen tummeln sich in Toronto während des alljährlichen Filmfestival TIFF – hier etwa US-Schauspieler George Clooney. © Doug Brown

Das im September stattfindende „Toronto International Film Festival“ (TIFF) gehört zu den wichtigsten Terminen im Jahr und wird nicht selten mit den Film­fest­spielen von Cannes verglichen. Doch anders als beim französischen Pendant gibt es keine offizielle Wett­bewerbs­jury. Die wichtigste Auszeichnung ist der „People’s Choice Award“, der von den Festival­besuchern an den besten Spielfilm und Dokumentar­film vergeben wird. Doch auch außer­halb des zehntägigen Film­festivals dreht sich in Toronto vieles um das Bewegt­bild. Übers Jahr verteilt finden in der „TIFF Bell Lightbox“ zahlreiche Veranstaltungen für Film­lieb­haber statt. Wer Indie- und alter­native Kino­kunst vor­zieht, ist im „Hot Docs Ted Rogers Cinema“ gut aufgehoben: 1913 als einer der ersten „Bildpaläste“ ins Leben gerufen, zeigt das klassische Film­haus liebe­voll ausgewählte Dokumentationen und veranstaltet unabhängige Film-Events, wie etwa das „Canadian International Documentary Festival“ im Frühjahr 2019.

Logo CANUSA

Sie wollen Toronto erkunden? Entdecken Sie die größte Stadt Kanadas mit CANUSA. Durch­stöbern Sie die aktuellen Angebote der Reise­experten oder rufen Sie direkt kostenfrei an! Tel. 040 / 227 25 399

X

Sie verwenden einen sehr alten Browser.

Um diese Website in vollem Umfang nutzen zu können, installieren Sie bitte einen aktuellen Browser.
Aktuelle Browser finden Sie hier