Tourism Nova Scotia / Acorn Art Photography

Aktivurlaub für Wasser-Enthusiasten

Wasser ist Leben. In Nova Scotia ist Wasser darüber hinaus Arbeits­platz, Spiel­platz, Lebens­ein­stellung. Gut 4 Prozent der Land­fläche der Provinz sind von Süß­wasser in Form von rund 6.700 Seen und über 100 Flüssen bedeckt. Dazu kommen 7.400 Kilo­meter Küste. In der förmlich komplett davon umgebenen und durch­zogenen Provinz ist es kein Wunder, dass das Wasser das Leben und den All­tag der Einheimischen wie auch eines jeden Besuchers zu prägen vermag.

Halifax und die South Shore: Segeln und Geschichte erleben

Bereits in Halifax Harbour beginnt das Abenteuer: Ob man nur kurz die Water­front ent­lang­fährt, tiefer ins Bedford Basin paddelt oder nach McNabs Island übersetzt – vom Kajak aus sieht man die Stadt aus einer völlig anderen Perspektive. Wer aufs Segel­boot um­steigt, lässt sich vom Wind nach Westen treiben und zählt entlang der South Shore Leucht­türme (die schönsten stehen in Peggy’s Cove, Liverpool Harbour und Port Medway) oder Fischer­dörfer wie Mahone Bay, Chester oder Shelburne.

Die „Bluenose II“, der Nachbau des historischen Schoners, der heute das Nummernschild Nova Scotias und die kanadische 10-Cent-Münze ziert.
Die „Bluenose II“, der Nachbau des historischen Schoners, der heute das Nummernschild Nova Scotias und die kanadische 10-Cent-Münze ziert. © Communications Nova Scotia

In den malerischen Häfen spürt man bis heute Kultur und Geschichte: Fisch­fang war schon immer eine der wichtigsten wirtschaftlichen Säulen, was im Fisheries Museum of the Atlantic anschaulich dar­gestellt wird. Das Museum befindet in Lunenburg, der ältesten deutschen Siedlung Kanadas und UNESCO-Welt­kultur­erbe. Historisch wertvoll ist auch eine Fahrt auf der „Bluenose II“, dem Nach­bau der schnellen „Bluenose“, die in den 1930ern sowohl zum Symbol der Provinz als auch ganz Kanadas wurde. Man findet den Schoner auf der 10-Cent-Münze, dem Auto­kenn­zeichen von Nova Scotia und als exakte Replik im Hafen von Lunenburg.

Alternativ kann man überall an der Küste auch etwas weniger aufsehen­erregende Boote chartern und so etwa ein Dinner Cruise rund um Peggy’s Cove oder eine Wildlife-Tour zu den Inseln in der Mahone Bay unter­nehmen. Wem das zu langsam ist, dem empfehlen wir ein Segel­renn­training – Erfahrung unnötig, Adrenalin bei entsprechendem Wetter aber garantiert.

Bay of Fundy, Annapolis Valley und Northumberland Shore: Wilder Ritt auf der Gezeiten­welle

Im Nordwesten der Provinz liegt das fruchtbare, vor allem für seinen Wein bekannte Annapolis Valley. Von Wolfville erreicht man schnell die Küsten der Bay of Fundy und der Northumber­land­straße. Eines der Highlights ist der Gezeiten­hub in der Bay of Fundy: Mit durch­schnittlich 14,5 Metern wurde er ins „Guinness-Buch der Rekorde“ auf­genommen. Am besten geeignet für ein wahrlich unvergessliches Erlebnis ist der 30 Kilo­meter lange Shubenacadie River: „Tidal Bore Rafting“ – das Surfen auf der den Fluss hinab­rollenden Flut im Schlauch­boot.

Schlauchboote warten an der Küste der Bay of Fundy auf die Flutwelle, mit der sie auf dem Shubenacadie River ins Landesinnere reiten.
Schlauchboote warten an der Küste der Bay of Fundy auf die Flutwelle, mit der sie auf dem Shubenacadie River ins Landesinnere reiten. © Tourism Nova Scotia

Die Gezeiten sorgen auch im Burntcoat Head Park für ungewöhnliche Abenteuer: Bei Ebbe stehen die kleinen Küsten­inseln auf dem Trockenen, und man kann den Meeres­boden ringsum zu Fuß erkunden. Sogar exklusive Events sind dann auf dem „Ocean Floor“ möglich. Ansonsten findet man überall zwischen Annapolis Royal und Advocate Harbour (Bay of Fundy) sowie bei Tatamagouche, Cape John oder Pictou (Northumberland­straße) großartige Kajak­reviere. Von Juli bis Mitte Oktober ist die Bay of Fundy außerdem ein Hotspot für die Wal­beobachtung.

Cape Breton Island: In der Mitte entspringt ein Fluss

Cape Breton im Nordosten von Nova Scotia ist bekannt als vielseitiges Outdoor-Paradies. Herz­stück der Insel ist das UNESCO-Bio­sphären­reservat Bras d’Or Lake, der größte Salz­wasser­see Kanadas. Neben unendlichen Möglich­keiten für Wasser­sport ist hier vor allem auch die Tier­welt bemerkens­wert. Von Juli bis Oktober ist Cape Breton als Whale-Watching-Destination bekannt. Einer der bekanntesten Ausgangs­punkte dafür ist Pleasant Bay an der nord­westlichen Grenze des Cape Breton Highlands National Park.

Ein Erlebnis der ganz besonderen Art sind Schnorchel­ausflüge vor der Küste in Chéticamp, bei denen man im besten Fall auch Walen näher­kommen kann. Wer zur Abwechslung lieber wilde Tiere aus der Nähe beobachtet, erhält dazu in Baddeck die Möglich­keit. Hier schauen hin und wieder Papageien­taucher vorbei und versetzen Besucher und Einheimische immer wieder in Verzücken. Der Hafen dient auch als Basis für Kajak­fahrer, die von hier in die fjord­ähnlichen Buchten von Saint Ann’s Bay oder Bras d’Or vordringen.

Cape Breton Island ist mit seinen zahlreichen Buchten, Flüssen und Seen ein Mekka für Kajakfahrer und Kanuten.
Cape Breton Island ist mit seinen zahlreichen Buchten, Flüssen und Seen ein Mekka für Kajakfahrer und Kanuten. © Tourism Nova Scotia / Dean Casavechia

Unter die Meeresoberfläche geht es beim „Wreck Diving“. In Louisbourg Harbour und in der nahe gelegenen Gooseberry Cove liegen gleich mehrere Schiff­wracks auf dem Meeres­grund, darunter Kriegs­schiffe aus dem 18. Jahr­hundert. Ein anderes großes Thema auf Cape Breton ist Sport­fischen: Der Margaree River im Herzen der Insel ist ein bekanntes Fliegen­fisch­revier und lockt bereits seit über hundert Jahren mit seinem reichen Lachs- und Forellen­bestand Angler aus aller Welt an.

Acadian Shores: Urlauben, wo andere arbeiten

Zwischen Digby an der Bay of Fundy und der South Shore liegt die akadische Küste. Die erste Einwanderungs­welle im 17. Jahr­hundert kam aus Frankreich in die damalige französische Kolonie Akadien. Die Akadier pflegen bis heute ihre eigene Sprache, Küche und Kultur, die vom Meer und von harter Arbeit geprägt ist.

Kein Wunder, dass viele interessante Attraktionen an den Acadian Shores daher auch mit dem Fisch­fang verbunden sind. So ist Dennis Point Wharf der größte kommerzielle Fischerei­hafen in Atlantik-Kanada, Digby bezeichnet sich selbst als „Jakobs­muschel-Haupt­stadt“. Beliebt sind auch die „Living Wharves Fishing Experiences“, in deren Rahmen aktive und pensionierte Fischer ihre Geschichten erzählen oder mit Gästen aufs Meer hinaus­fahren.

Im Hafen von Digby an der Westspitze Nova Scotias liegt eine der größten Fangflotten für Jakobsmuscheln vor Anker.
Im Hafen von Digby an der Westspitze Nova Scotias liegt eine der größten Fangflotten für Jakobsmuscheln vor Anker. © Tourism Nova Scotia

Oder man verwöhnt sich auf einer „Savour the Sea“-Tour, erlebt ein „Lobster Boil“ direkt am Strand oder geht in den aus­gedehnten Salz­wasser­marschen bei Pinkney’s Point Vögel beobachten. Wer etwas Sportlicheres sucht, leiht sich ein Stand Up Paddling Board und paddelt vor der Kulisse der historischen Yarmouth Waterfront oder auf dem Tusket River in den Sonnen­unter­gang.

Eastern Shore: Abseits bekannter Pfade

Die Eastern Shore nordöstlich von Halifax bietet einige der besten Strände der Provinz, die sogar Surfer an die kanadische Ost­küste locken. Die Surfer-Zentren Lawrence­town oder Martinique sind beliebte Treff­punkte für Wellen­reiter, Wind­surfer und Kiter – und natürlich auch für Bade­gäste. Hier gilt: je weiter von Halifax entfernt, desto weniger Menschen. Geringen Verkehr hat man auch beim Kanu­fahren im Landes­inneren, zum Beispiel auf dem über 90 Kilo­meter langen Musquodoboit River, der bei Musquodoboit Harbour in den Atlantik mündet. Die vielen Buchten, Flüsse, Seen und Wilderness Areas der am wenigsten bevölkerten Region von Nova Scotia sind ein Paradies für Kanuten und Kajak­fahrer, doch ist man hier auch meist auf sich allein gestellt.

Die Eastern Shore entwickelt sich mehr und mehr zu einem über die Grenzen Kanadas hinaus bekannten Surfspot am Atlantik.
Die Eastern Shore entwickelt sich mehr und mehr zu einem über die Grenzen Kanadas hinaus bekannten Surfspot am Atlantik. © Tourism Nova Scotia / Acorn Art Photography

Wildnis unter Anleitung erlebt man dagegen bei einer vorzugsweise mehr­tägigen Boots­exkursion zu den 100 Wild Islands, auf der man von Tangier aus die Flora und Fauna unter- und ober­halb der Meeres­ober­fläche näher kennen­lernt.

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