Ottawa Tourism

Grünes Ottawa: Eine Stadt mit jeder Menge Land und Fluss

Ottawa, die kanadische Hauptstadt, liegt am Ottawa River, der gleich­zeitig die Provinz­grenze darstellt. Zahl­reiche Nah­erholungs­gebiete befinden sich daher in der benachbarten, französisch­sprachigen Provinz Québec. Das Verhältnis zwischen Ottawa und Gatineau, der Stadt am anderen Ufer des Ottawa River, könnte besser nicht sein: Man ergänzt einander und nutzt neben Museen und vielen anderen kulturellen Einrichtungen auch die Grün­flächen, Parks und Wasser­wege auf beiden Seiten des Flusses. Und wie es sich für die Haupt­stadt Kanadas gehört, hört man in der gesamten Region sowohl Englisch als auch Französisch.

Das Umland Ottawas bietet Grün, so weit das Auge reicht. Wunder­schöne Wander- und Rad­wege, Parks, Zipline– und Hochseil­parks und vieles mehr sind nur einen Katzen­sprung von Down­town ent­fernt. Auf dem Ottawa River sowie zahl­reichen anderen Flüssen und Seen hat man un­zählige Möglich­keiten für alle Wasser­sport­arten. Und auch in der Stadt selbst gibt es zahlreiche grüne Oasen, die Bewohnern und Touristen als Spiel­platz für Sport und Erholung dienen, nicht zuletzt den Rideau Canal.

Das kostenlose „Yoga on Parliament Hill“ findet jeden Mittwoch um 12 Uhr mittags vor dem Regierungsgebäude in Ottawa statt.
Das kostenlose „Yoga on Parliament Hill“ findet jeden Mittwoch um 12 Uhr mittags vor dem Regierungsgebäude in Ottawa statt. © Ottawa Tourism

Der Kanal, der 1832 eröffnet wurde, mittlerweile zum UNESCO-Welt­kultur­erbe gehört und bestens bekannt ist als winterliche Eis­lauf­strecke, ist im Sommer eine der Haupt­erholungs­adern der Stadt. Ob man ihn im Aus­flugs­boot bis zum Dow’s Lake hinab­fährt und dort ein Stand Up Paddling Board ausleiht oder die Muskeln im Kanu oder Kajak spielen lässt – auf dem Wasser lernt man die Stadt ohne Verkehr und Ampeln kennen. Bester Ausgangs­punkt für einen Ausflug auf dem Rideau Canal ist die Stau­stufe zum Ottawa River zwischen dem Hotel „Fairmont Château Laurier“ und Parliament Hill, dem Sitz des kanadischen Parlaments, auf dessen Rasen im Sommer jeden Mittwoch kosten­lose Yoga­kurse abgehalten werden.

Im Commissariat Building, Ottawas ältestem erhaltenen Stein­gebäude direkt an der Stau­stufe, befindet sich das Bytown Museum, das einen umfassenden Über­blick über die Ursprünge Ottawas gibt. Hier entstand 1826 „Bytown“. Erst 1855 wurde die Stadt umbenannt, ihren heutigen Namen verdankt sie den indigenen Algonkin, den First Nations, die früher hier am Fluss lebten – „Adawe“ bedeutet so viel wie „Händler“.

Authentische indigene Erfahrungen sammelt man bei den „Aboriginal Experiences“ auf Victoria Island im Ottawa River vor der Kulisse des Parliament Hill. Hier erfährt man mehr über die Kultur der Urvölker und kann im Rahmen des „Aboriginal Voyageur“-Programms Geschichte unter anderem auch aktiv im Kanu erleben.

Paddeln ist übrigens auf so gut wie allen Wasser­wegen möglich. Unweit des Stadt­kerns liegt sogar der Start­punkt für Rafting-Abenteuer auf dem Ottawa River. Richtig extrem wird es aller­dings erst rund 100 Kilo­meter westlich bei Foresters Falls: Hier erwartet Schlauch­boot-, Kajak- oder Kanu­fahrer tosendes Wild­wasser. Zu extrem? Dann kann man sich auch einfach an einen Strand legen oder sich mit dem Amphi­bus, Aqua­taxi oder Ausflugs­boot eine Runde über den Fluss chauffieren lassen und Stau­stufe, Parliament Hill, Victoria Island und Gatineau trockenen Fußes bestaunen.

Der ideale Spielplatz für Wildwasserfahrer: Ein paar Kilometer westlich der Hauptstadt geht es auf dem Ottawa River richtig zur Sache.
Der ideale Spielplatz für Wildwasserfahrer: Ein paar Kilometer westlich der Hauptstadt geht es auf dem Ottawa River richtig zur Sache. © Rick Matthews

Ottawa bietet nicht nur viel Wasser, sondern auch jede Menge Fahrrad­wege. Neben „VeloGO“-Bike­sharing gibt es für Besucher auch stationäre Verleih­geschäfte sowie geführte Radtouren. Beliebte Strecken sind zum Beispiel der 30 Kilo­meter lange Abschnitt des insgesamt rund 600 Kilometer langen Voyageur Trails am Ufer des Ottawa River oder der gemütliche Rad­weg entlang des Rideau Canals.

Noch naturverbundener wird es im „Greenbelt“. Dieses über 200 Quadrat­kilo­meter große geschützte Gebiet mit weit­läufigen Wiesen, Wäldern und Feucht­gebieten beginnt an der Shirleys Bay im Westen der Stadt und verläuft durch den Süden der Stadt nach Osten bis Green’s Creek. Bei seiner Planung 1950 sollte der Grün­gürtel ursprünglich die Stadt eingrenzen, um eine Zersiedlung zu verhindern und Platz für Natur­gebiete und Land­wirtschaft zu sichern. Als Ottawa 2001 mit seinen umliegenden Vor­orten fusionierte, rutschte der Greenbelt ins Stadt­gebiet hinein. Die geschützten Bereiche blieben jedoch unangetastet und beheimaten zahlreiche Tier- und Pflanzen­arten. Heute ist das Gebiet einer der größten Stadt­parks der Welt mit über 150 Kilo­meter Wander- und drei landschaftlich reizvollen Rad­wegen.

Mehrere hundert Kilometer Radwege verlaufen durch Ottawa, die schönsten direkt am Fluss. Hier mit Blick auf das Canadian Museum of History.
Mehrere hundert Kilometer Radwege verlaufen durch Ottawa, die schönsten direkt am Fluss. Hier mit Blick auf das Canadian Museum of History. © Benoit Cecile

Die Fahrradwege im Greenbelt sind Teil eines die gesamte Haupt­stadt­region umfassenden, gut 800 Kilo­meter langen Strecken­netzes. Eine erwähnens­werte Route verläuft vom Parliament Hill entlang des Ottawa River über das bekannte „Mill Street Brew Pub“ und das Canadian War Museum zum Remic Rapids Park mit seinen Inukshuk-Stein­skulpturen am Fluss­ufer. Fährt man auf der Quebecer Seite über Gatineau zurück zum Parliament Hill, hat man 30 Kilo­meter absolviert und dabei gleich ein paar der interessantesten Sehens­würdigkeiten der Stadt kennen­gelernt.

Ein Highlight für Mountainbiker und Wanderer ist der Gatineau Park, gut 15 Auto­minuten nördlich von Downtown und eines der beliebtesten Nah­erholungs­gebiete der Region. Kein Wunder, denn inner­halb weniger Minuten spürt und hört man nichts mehr von der Geschäftig­keit der Haupt­stadt, steht wort­wörtlich mitten im Wald und kann komplett abschalten. Weitläufige Biketrails und Wander­wege wechseln sich hier auf 361 Quadrat­kilo­metern mit Seen, Flüssen und Hügeln wie dem 345 Meter hohen King Mountain ab, der höchsten Erhebung im Park, von der aus man Stadt und Umland gut über­blicken kann. Die schönste Aussicht – nämlich über das weite Ottawa Valley – hat man jedoch vom Champlain Lookout (335 Meter).

Wenige Minuten außerhalb der Stadt liegt der Gatineau Park mit 50 Seen, großen Waldflächen und einer Vielfalt an Wildtieren.
Wenige Minuten außerhalb der Stadt liegt der Gatineau Park mit 50 Seen, großen Waldflächen und einer Vielfalt an Wildtieren. © Benoit Cecile

Das Angebot ist schier unendlich, und neben Biken, Paddeln und Wandern gibt es noch viele andere Aktivitäten und Möglich­keiten, der Natur näher­zukommen: Kleine und große Kinder werden den „Calypso Theme Waterpark“, den größten Wasser­themen­park Kanadas, eine halbe Auto­stunde östlich der Stadt lieben. Für Freunde des gepflegten Abschlags bietet Ottawa mehr Golfplätze pro Einwohner nahe der Innen­stadt als jede andere kanadische Stadt. Wem der Sinn nach mehr Action steht, der sollte vielleicht Kanadas höchsten Bungee-Sprung in Chelsea wagen. Von diesem Adrenalin­schub kann man sich dann im „Nordik Spa-Nature“ wunderbar wieder erholen.

Im Frühjahr blühen die zahlreichen Naturflächen im Stadtzentrum in allen Farben, wie hier beim Canadian Tulip Festival.
Im Frühjahr blühen die zahlreichen Naturflächen im Stadtzentrum in allen Farben, wie hier beim Canadian Tulip Festival. © Ottawa Tourism

Apropos Erholung: Da die Entfernungen überall über­schaubar sind, sollte man sich neben all dem Sport auch noch ein wenig Zeit für Kultur und Kulinarik nehmen. Ottawa ist bekannt für einige der inter­essantesten Museen des Landes (zum Beispiel Canadian Museum of History, National Gallery of Canada oder Canada Aviation and Space Museum), erst­klassige Restaurants und groß­artiges Shopping. Oder wie wäre es mit einer Garten­tour samstags um 9 Uhr über die Ottawa Garden Promenade, einem Besuch des herrlichen Rosen­gartens der Rideau Hall oder einem Spaziergang durch den Jacques Cartier Park mit den riesigen Pflanzen­skulpturen des „Mosaïculture Gatineau 2018“? Einen derart prall gefüllten Tag im „grünen Ottawa“ kann man abschließend auf dem Rasen des Parlaments­gebäudes bei der im Sommer täglich kostenlos statt­findenden „Sound and Light Show“ ausklingen lassen.

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