Tourism Nova Scotia

Der Herbst auf Cape Breton Island

Wie der Name vermuten lässt, blickt Nova Scotia – neben seinen indigenen Ursprüngen und der ersten Besiedelung durch französische Ein­wanderer im 17. Jahr­hundert – auf eine vor­nehmlich britische Vergangen­heit zurück. Es waren vor allem schottische Siedler, die es in den Land­strich am Atlantik zog, viele davon in das der Heimat ähnliche Hoch­land von Cape Breton Island. Bis heute prägt deren Erbe die Insel. Wenn man sich für gälisches Kultur­gut interessiert, bietet das „Celtic Colours Inter­national Festival“ im Oktober das perfekte Ambiente, während sich draußen in der Natur ein beeindruckendes Spektakel abspielt: Der Herbst sorgt für ein wahres Farben­meer und taucht die Land­schaft in das weiche Licht des Indian Summer. Willkommen im Herbst auf Cape Breton Island!

„Céad Míle Fáilte“ (Gälisch): „100.000 Mal willkommen!“

Der Ceilidh Trail und keltische Musik

Traditionelle Ceilidhs sind beliebt bei Jung und Alt, Einheimischen und Touristen.
Fiddelmusik und Tanz: Traditionelle Ceilidhs sind beliebt bei Jung und Alt, Einheimischen und Touristen. © Tourism Nova Scotia

„Ceilidh“ ist Gälisch und bezeichnet ein geselliges Zusammen­sein. Auf Cape Breton sind damit vor allem nach­bar­schaftliche Tanz­ver­anstaltungen gemeint, die während des „Celtic Colours Inter­national Festivals“ nicht nur ent­lang des Ceilidh Trail von Port Hastings nach Inverness besonders häufig statt­finden. Im Celtic Music Interpretive Centre in Judique erfährt man alles über die musikalische Geschichte der Insel, aus der auch das Festival ent­standen ist. Unweit des Musik­zentrums verläuft der 92 Kilo­meter lange Celtic Shores Coastal Trail. Im Gegen­satz zu der weiter im Landes­inneren angelegten Auto­straße folgt dieser Trail für Wanderer, Biker oder Reiter direkt der Küsten­linie. Ob ein­stündiger Spazier­gang oder mehr­tägige Trekking­tour – entlang des Sankt-Lorenz-Golfs bilden das Wasser und pittoreske Fischer­dörfer un­vergess­liche Kontraste zum sich verfärbenden Laub.

Fast wie in Schottland: Highlands, Golf und Single Malt

Der „Glen Breton Rare 8 Year Old“ der Glenora Distillery war der erste Single Malt, der in Nordamerika produziert wurde.
Der „Glen Breton Rare 8 Year Old“ der Glenora Distillery war der erste Single Malt, der in Nordamerika produziert wurde. © Tourism Nova Scotia / Wally Hayes

In Port Hood biegen wir vom Ceilidh Trail auf die Little Mabou Road ab. Auf halber Strecke befindet sich der West Mabou Beach Provincial Park mit einer der schönsten Dünen­land­schaften der Provinz. Es gibt Wander­wege am Meer, und man kann zahl­reiche Vogel­arten beobachten. Kurz vor Mabou treffen wir wieder auf den Ceilidh Trail und machen im legendären „Red Shoe Pub“ halt für Fass­bier und Live­musik. Die Hügel und Küsten­klippen der Land­schaft erinnern stark an „das alte Schott­land“, ebenso wie ein paar neuere Errungen­schaften: Mit „Cabot Cliffs“ und „Cabot Links“ befinden sich bei Inverness zwei Welt­klasse­golf­plätze, und in der „Glenora Distillery“ wird nach schottischem Vor­bild Single Malt hergestellt – der aller­erste „made in North America“.

Cabot Trail und Cape Breton Highlands National­park

Vom beliebten Skyline Trail aus hat man im Cape Breton Highlands National Park den besten Blick auf die Atlantikküste.
Vom beliebten Skyline Trail aus hat man im Cape Breton Highlands National Park den besten Blick auf die Atlantikküste. © Tourism Nova Scotia / Dean Casavechia

Ab Margaree Harbour – der gleich­namige Fluss ist ein Paradies für Fliegen­fischer! – folgen wir dem berühmten Cabot Trail und erreichen Chéticamp – einen von den Akadiern, den Nach­fahren der französischen Ein­wanderer, geprägten Ort. Von feiner Meeres­küche bis zu deftiger Haus­manns­kost gibt es hier in zahl­reichen Restaurants alles für den kleinen und großen Hunger, bevor man weiter in den Cape Breton Highlands National­park fährt. Sofort ist man von dem dichten borealen Wald verzaubert, der zu dieser Jahres­zeit rot, orange und gelb leuchtend bis an die Meeres­klippen reicht. Auf über 25 markierten Wander­wegen, darunter der beliebte Sky­line Trail, gelangt man an viele unvergessliche Aus­sichts­punkte. Die Guides des „Learn to Adventure Program“ zeigen einem das unbekanntere Landes­innere – größten­teils abseits markierter Pfade. Die Chancen, Wild­tiere wie Elche oder See­adler zu sehen, sind im Park besonders hoch, und vor der Küste tummeln sich die Meeres­säuger. Ein bekannter Ausgangs­punkt für Wal­beobachtungen ist Pleasant Bay, 40 Kilo­meter nördlich von Chéticamp an der National­park­grenze. Der Cabot Trail führt ab hier über Cape North (empfehlens­wert ist ein Abstecher nach Meat Cove, an das nördlichste Ende der Insel, mit unberührter Steil­küste und vielen Outdoor-Möglich­keiten) an die Ost­küste, um dann nach Süden abzubiegen. Rund um die „Keltic Lodge“ in Ingonish warten Seen, ein Golf­platz und verträumte Buchten. Der leichte Middle-Head-Wander­weg führt an die Spitze von Steering Island, vorbei an Whale Rock und Mink Cove, die ihre Namen der häufigen Wal-Sichtungen wegen nicht von ungefähr tragen.

Kajaks und Erfindungen

An Bord des Schoners Amoeba segelt man von Baddeck die wunderschöne Küstenlinie Cape Bretons entlang und kann Meerestiere beobachten.
An Bord des Schoners Amoeba segelt man von Baddeck die wunderschöne Küstenlinie Cape Bretons entlang und kann Meerestiere beobachten. © Tourism Nova Scotia

In Ingonish Beach verlässt man nun end­gültig den National­park und erreicht nach wenigen Kilo­metern den Cape Smokey Provincial Park. Wer ein paar Stunden Zeit und eine Kamera dabei hat, sollte den Küsten­wander­weg nicht aus­lassen, denn Cape Smokey ist vor allem für Vogel­beobachtungen bekannt, aber auch die herbstliche Küste selbst ist beeindruckend schön. Wer mehr als nur aufs Wasser blicken möchte, der wird zwischen St. Ann’s Bay und Baddeck entschädigt: Die hiesigen, fjord­ähnlichen Buchten sind ein hervor­ragendes Paddelrevier. Weniger aktive Besucher gehen im Hafen von Baddeck an Bord eines Segel­schiffs oder buchen eine Bird-Watching-Boots­fahrt. Eine Ent­deckungs­tour der ganz anderen Art wartet im Museum der Alexander Graham Bell National Historic Site: Der in Schott­land geborene Wissen­schaftler und Erfinder machte Baddeck nach einem Urlaub zu seiner Heimat und lebte und arbeitete dort bis zu seinem Tod im Jahr 1922. Im Museum sind zahl­reiche seiner Erfindungen und andere Andenken ausgestellt.

Ich bin um den Globus gereist. Ich habe die kanadischen und amerikanischen Rockies, die Anden, die Alpen und die schottischen Highlands gesehen; aber was einfach nur Schön­heit angeht, über­trifft Cape Breton sie alle!
Alexander Graham Bell

Kanadas größter Salzwassersee

Nicht nur bei Sonnenuntergang begeistern die salzhaltigen Bras d’Or Lakes mit ihrer natürlichen, unberührten Schönheit.
Nicht nur bei Sonnenuntergang begeistern die salzhaltigen Bras d’Or Lakes mit ihrer natürlichen, unberührten Schönheit.

Während der Cabot Trail kurz hinter Baddeck zurück nach Margaree Harbour führt, fahren wir nach Osten und tauchen in das Seen­laby­rinth des Bras d’Or Lake ein, Kanadas größtem Salz­wasser­see und UNESCO-Biosphärenreservat. Die fjord­ähnliche Land­schaft ist ideal für Sport und Erholung: Kajak, Kanu, Stand Up Paddling oder Fahr­rad sind hier manchmal bessere Fort­bewegungs­mittel als das Auto. Als Lohn der Mühe locken abends wunder­bare Sea­food-Menüs in den kleinen Fischer­orten, die vor allem auf Hummer- und Austern­fang spezialisiert sind. Oder man fährt an die Atlantik­küste in den Hafen von Sydney, in dem regel­mäßig große Kreuz­fahrt­schiffe anlegen, die man bei Fish & Chips und Fiddel­musik zum Beispiel von der Dach­terrasse des „Governor’s Pub“ bestens beobachten kann.

Lebende Geschichte im Stil der Franzosen

In der Fortress of Louisbourg, einer National Historic Site an der Ostküste Cape Bretons, wird Geschichte lebendig.
In der Fortress of Louisbourg, einer National Historic Site an der Ostküste Cape Bretons, wird Geschichte lebendig. © Tourism Nova Scotia / Wally Hayes

Von Sydney ist es nicht mehr weit nach Louisbourg. Die ehe­malige französische Festungs­stadt wurde 1719 erbaut und hat eine bewegte Geschichte: Franzosen, Briten, Krieg und schließlich Zerstörung. In ihrer heutigen Form wurde die National Historic Site 1961 rekonstruiert und dient seither als lebendiges Museum. Vom mittäglichen Kanonen­schuss über eine Rum-Probe bis hin zum Mittag­essen in einem der drei Gast­häuser und Cafés geht man hier auf eine Zeit­reise in die Vergangen­heit Cape Bretons. Seit Kurzem kann man auch im Fort über­nachten und noch tiefer ins authentisch dargestellte Leben des 18. Jahr­hunderts ein­tauchen. Im einfachen Pionier­zelt auf­zu­wachen, während die über dem Atlantik aufgehende Sonne den Morgen­nebel verbrennt, ist eine weitere unvergessliche Art, Cape Breton im Herbst zu erleben …

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