Destination BC/Hubert Kang

British Columbia: 8 Abenteuer zwischen Pazifik und Bergen

Die westlichste Provinz Kanadas ist eine geografische Schatz­kammer. Raue Berg­land­schaften, gold­gelbe Steppen, Gletscher­felder, Sand­strände und tiefe Regen­wälder machen British Columbia zu einem atem­beraubenden Aus­flugs­ziel für alle Natur­lieb­haber. Zu Land oder zu Wasser: Die wilde Schön­heit der West Coast erlebt man am besten an der frischen Luft.

1. Hoch hinaus – Heli-Hiking in den Bugaboos

Eine einzigartige Wanderkulisse: Das Bergpanorama der Purcell Mountains.
Eine einzigartige Wanderkulisse: Das Bergpanorama der Purcell Mountains. © Destination BC/Kari Medig

Wie eine Reihe scharf­kantiger Zähne erheben sich die steilen Granit­gipfel der Bugaboos in den Himmel des Süd­ostens von British Columbia. Ihren ungewöhnlichen Namen erhielten die „Bugs“ während des Gold­rausches von enttäuschten Gold­gräbern: Denn die ressourcen­arme Gegend galt als Sack­gasse und damit als „Bugaboo“, als „Schreck­gespenst“.

Dabei ist heute der wahre Schatz der Berge wahrlich unbezahl­barer als jedes Edel­metall. Die Gebirgs­gruppe der Purcell Mountains lockt Berg­steiger und Wanderer seit vielen Jahren mit mächtigen Schnee­feldern, hoch auf­ragenden Gletscher­gipfeln und unberührter Natur. Seit vierzig Jahren werden in den abgelegenen Höhen der Berge Wander­touren mit dem Heli­kopter angeboten. Ein lohnendes Abenteuer. Das Berg­panorama lässt sich schon während des Flugs aus der Vogel­perspektive bewundern, gewandert wird dann in entlegenen Gebieten, die zu Fuß nur schwer erreichbar sind.

2. Ein Spaziergang durch den Märchen­wald

Grüne Lunge: Im Mount Revelstoke Nationalpark läuft man durch den tiefen Regenwald.
Grüne Lunge: Im Mount Revelstoke Nationalpark läuft man durch den tiefen Regenwald. © Destination BC/Ryan Creary

Auch Wanderern, die lieber etwas mehr Boden­haftung haben, bietet British Columbia außer­gewöhnliche Routen. Etwa durch den beeindruckenden Mount Revelstoke National Park im Nord­osten von British Columbia. Er umfasst den welt­weit einzige Regen­wald gemäßigter Breiten im Binnen­land – mit einer märchen­haft anmutenden Flora und Fauna. Wer den 2,5 Kilo­meter langen Rund­weg „Inspiration Woods Trail“ entlang­spaziert, findet sich wieder inmitten jahr­hunderte­alter Roter Zedern, dunkel­grüner Moos­teppiche, dichtem Farn und tief herab­hängenden Flechten­gewächsen. Im Spät­sommer und Herbst schießen infolge der optimalen Feuchtig­keits­bedingungen unzählige Pilze aus dem Boden – doch Vorsicht: Sammeln ist hier nicht erlaubt!

3. Wildwasser-Rafting und Salmon Snorkeling: Nichts für Angst­hasen!

Hier auf Blaeberry River in der Nähe des Banff National Parks kommen Natur-Fans beim Rafting voll auf ihre Kosten.
Hier auf Blaeberry River in der Nähe des Banff National Parks kommen Natur-Fans beim Rafting voll auf ihre Kosten. © Destination BC/Ryan Creary

Wer ein aufregendes Wild­wasser­erlebnis sucht, wird im Nord­osten von Vancouver Island fündig. Die Viel­zahl der Kalk­stein­schluchten und Strom­schnellen sorgt hier für viele optimale River-Rafting-Routen. Der Nimpkish River ist der Wildeste unter den Flüssen und daher vor allem für Experten geeignet. Auf dem 35 Kilo­meter langen Campbell River werden dagegen neben Wild­wasser­rafting auch ruhige Floß­touren angeboten. So bleibt während des Paddelns genug Zeit, die fantastische Kulisse zu genießen.

Im Sommer werden Wasser­sportler mit etwas Glück Teil eines ganz besonderen Ereignisses: Denn dann ist die Laich­zeit der Lachse. Zu Aber­tausenden ziehen sie durch den Fluss – Mutige springen ins Wasser und schnorcheln mit den flinken Fisch­schwärmen. Viele River-Rafting-Touren starten in der gleich­namigen Stadt Campbell River, die sich etwa ein­ein­halb Stunden nördlich von Nanaimo befindet.

4. Ein Ritt durch den Wilden Westen von British Columbia

Der “Wilde Westen“ Kanadas lockt mit glasklaren Seen und weiter Landschaft.
Der “Wilde Westen“ Kanadas lockt mit glasklaren Seen und weiter Landschaft. © Destination BC/Michael Bednar

Auf einem sanft schaukelnden Pferde­rücken durch unberührte Land­schaften reiten, den milden Geruch der Tiere in der Nase – näher kann man der Natur kaum kommen. Und was wäre ein besserer Ort für einen unvergesslichen Aus­ritt als die Cowboy-Region des Landes? Nirgend­wo­anders in der Provinz gibt es so viele Ranches wie im Wilden Westen von British Columbia, auf dem Cariboo-Plateau. Das Reiten ist hier bis heute tief im All­tag der Bewohner verankert, viele Gebiete des Hinter­lands sind nur zu Fuß erreich­bar oder mit kleinen Propeller­maschinen – und natürlich mit dem Pferd. Neben Kurz-Ausritten werden auch Touren über mehrere Tage angeboten: Geduldig tragen die Pferde einen durch goldene Hoch­ebenen und weites Gras­land, entlang breiter Flüsse und der bewaldeten Cariboo Mountains, nachts wird unter freiem Himmel gezeltet. Doch nicht nur die Land­schaft ist einzig­artig, auch historisch hat die ehe­malige Gold­gräber­region viel zu bieten. Etwa den 1862 gegründeten kleinen Ort Barker­ville, das während des „Gold Rush“ die größte Stadt nördlich von San Francisco und westlich von Chicago war. Heute, vollständig wieder­her­gestellt, bildet Barker­ville das Ende des beliebten „Gold Rush Trail“: Die etwa 470 Kilo­meter lange Route schlängelt sich von Lillooet aus über Clinton, Williams Lake und Quesnel durch den östlichen Teil der Cariboos und an vielen historischen Sehens­würdig­keiten vorbei.

5. Mit Ski, Snow­board oder Hunde­schlitten durchs Winter­wunder­land

Vorbei an den Schneegeistern: Die Abfahrten des winterlichen Sun Peaks Resort sind von „Snow Ghosts“ gesäumt.
Vorbei an den Schneegeistern: Die Abfahrten des winterlichen Sun Peaks Resort sind von „Snow Ghosts“ gesäumt. © Destination BC/Ryan Creary

Mit seinen majestätischen weiß gepuderten Berg­ketten und unzähligen Winter­sport­gebieten ist British Columbia ein wahres Paradies für Schnee-Enthusiasten. Heiß umschwärmt ist das zwei Stunden nördlich von Vancouver gelegene Whistler Black­comb, das bekannteste und größte Winter­sport-Resort Kanadas. Der kleine Ort inmitten der Coast Mountains besticht mit einer pittoresken Post­karten­idylle und unzähligen, auch steilen Pisten. Inner­halb der Gebiets­grenzen darf jeder Ab­hang befahren werden – eine will­kommene Heraus­forderung für Free­ride-Alpin­ski­fahrer und Snow­boarder. Wer es etwas gemütlicher mag, fährt 350 Kilo­meter weiter, in das beschauliche Sun Peaks Resort. Zwei Qualitäten machen das 1.700 Hektar große Terrain besonders beliebt: Es ist nicht nur die sonnen­reichste Winter­sport­destination des Landes, sondern über­zeugt auch mit seiner hervor­ragenden trockenen Schnee­qualität. Sie bietet beste Voraus­setzungen für Ski- und Snow­boarder sowie für Schnee­schuh­wanderungen und Hunde­schlitten­touren. Ein attraktives Foto­motiv sind die „Snow Ghosts“ an den Pisten­rändern – die schnee­bedeckten Tannen mit ihren skurrilen Formen.

6. In See stechen: Mit dem Schiff durch den „Desolation Sound“

Das ruhige Wasser des Desolation Sound wird von malerischen Inseln geziert – ein perfekter Ort zum Abschalten.
Das ruhige Wasser des Desolation Sound wird von malerischen Inseln geziert – ein perfekter Ort zum Abschalten. © Destination BC/Andrew Strain

Woran mag es liegen, dass der Desolation Sound von vielen Boots­fahrern als wahres Segel­paradies an­gesehen wird? Am Namen („Bucht der Trost­losig­keit“) jeden­falls nicht. Eher an dem kräftigen Blau von Himmel und der Salish Sea zwischen Vancouver Island und dem US-Bundes­staat Washington, dessen Töne sich am Horizont ganz un­bemerkt vermischen? An den un­zähligen kleinen Inseln, die wie gemalt in dem engen Meeres­arm zwischen dem Fest­land und Vancouver Island liegen? An der rauen Küsten­land­schaft, auf deren Felsen sich See­löwen sonnen? Oder an der all­um­fassenden Stille, die man heute nur noch an aus­gesuchten Orten findet? Wer die warmen Gewässer des Marine Park ent­lang­schippert, wird merken: Es ist die Kombination aus allem, die das kleine Meeres­schutz­gebiet an der Sunshine Coast so einzig­artig für Segler, Kayaker und Boots­fahrer macht.

7. Mit dem Fahr­rad von Wein­gut zu Weingut

Traube für Traube: Im sonnigen Okanagan Valley reihen sich dichtbehangene Weinreben aneinander.
Traube für Traube: Im sonnigen Okanagan Valley reihen sich dichtbehangene Weinreben aneinander. © Destination BC/Kari Medig

Als „Napa des Nordens“ wird das kanadische Okanagan Valley in Anspielung auf das legendäre kalifornische Wein­bau­gebiet gern bezeichnet – denn durch das warme, trockene Klima, das rund um den Okanagan Lake herrscht, sind die Voraus­setzungen für den Wein­an­bau optimal. Das östlich von Vancouver Island gelegene Valley ist nicht nur die älteste, sondern mit etwa 1500 Hektar Reb­fläche auch die größte Wein­region von British Columbia. Ob kräftiger Chardonnay, Pinot Blanc oder süßer Eiswein: Eine Verkostung in einem der knapp 150 Wein­güter lohnt sich. Die in der idyllischen Land­schaft am See gelegenen Güter lassen sich wunder­bar per Fahrrad abfahren. Aber auch entlang malerischer Obst­plantagen und durch die Osoyoos-Wüste im Süden der Region erstrecken sich ab­wechslungs­reiche Routen für Mountain­bike- und Fahr­rad­fahrer.

8. Wellen­reiten und Kanu­fahren in Tofino

In Tofino tost der Pazifik – optimale Surfbedingungen für begeisterte Wellenreiter.
In Tofino tost der Pazifik – optimale Surfbedingungen für begeisterte Wellenreiter. © Destination BC/JF Bergeron

Am nördlichsten Zipfel von Vancouver Island liegt das idyllische Fischer­dorf Tofino. Küsten-Regen­wälder und malerische Buchten umgeben das Kleinod am Clayoquot Sound, das als Surf-Mekka bekannt ist: Kilo­meter­lange Sand­strände und perfekte Brecher ziehen selbst im Winter Wellen­reiter aus aller Welt an – natürlich nur im Neo­pren­anzug, denn die Wasser­temperatur des tosenden Pazifik beträgt selbst in den Sommer­monaten selten mehr als 10 Grad Celsius. Besonders beliebt sind die Strände Long Beach und Chester­man Beach – hier kommt selbst der kanadische Premier­minister Justin Trudeau gern mit seinem Surf­brett vorbei. Gegen Muskel­kater hilft im Anschluss ein Besuch der Hot Springs Cove. Die heißen Quellen in­mitten des Maquinna Provincial Park lassen sich von Tofino aus gut mit dem Wasser­taxi erreichen.

Auch wer nicht gerne surft, sollte die zerklüftete Küsten­land­schaft mal vom Wasser aus gesehen haben, am besten ganz traditionell im Einbaumkanu. Laut­los gleiten die traditionellen Boote durchs glas­klare Wasser – ideal, um der arten­reichen Tier­welt der Insel näher­zukommen: Je nach Saison sieht man hier an den Klippen und Stränden See­löwen und fischende Schwarz­bären, und neben flinken Orcas, die hier den Sommer verbringen, schieben sich im März und April majestätische Grau­wale durch das dunkle Wasser.

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