Kanadas Atlantikküste: Naturidylle und Großstadtflair

Destination Canada

Seit jeher erreichten Entdecker und Siedler das Land über seine atemberaubende Atlantikküste. Diesem Beispiel folgen Reisende noch heute. Die vier Provinzen von „Atlantic Canada“ – Neufundland und Labrador, Nova Scotia, Prince Edward Island und New Brunswick – locken mit Naturschauspielen und liebenswerten Küstenstädten.

Als der italienische Seefahrer Giovanni Caboto als erster Europäer nach den Wikingern 1497 seinen Fuß auf nordamerikanisches Festland setzte, tat er das in der Annahme, er habe China erreicht. Tatsächlich war er in Neufundland und Labrador von Bord gegangen. Welche Naturwunder Caboto und seiner Mannschaft seinerzeit auch begegnet sein mögen, von ihrer Faszination dürften die bis heute nichts eingebüßt haben. Vielleicht hatten die Seefahrer schon damals Freude am Anblick verspielter Buckelwale – nirgendwo auf der Welt begegnet man einer größeren Population der friedlichen Meeresriesen. Die ehemalige Walfangstation Red Bay erklärte die UNESCO zum Weltkulturerbe, genauso wie die Wikingersiedlung L’Anse aux Meadows National Historic Site, das mit Fossilien durchsetzte Mistaken Point Ecological Reserve und den durch Gletscher- und Kontinentalbewegungen geformten Gros Morne National Park.

Große Sprünge: So signalisieren Buckelwale vor Neufundland und Labrador Artgenossen ihren Standort.
Große Sprünge: So signalisieren Buckelwale vor Neufundland und Labrador Artgenossen ihren Standort. © Dylan Furst

In Wanderschuhen durch Nova Scotia

Der älteste Nationalpark in Atlantic Canada befindet sich in Nova Scotia. In den Cape Breton Highlands haben Flüsse tiefe Rinnen in die bewaldeten Plateaus gefräst. Gerade am Cabot Trail trifft man immer wieder auf Aussichtspunkte, die grandiose Blicke über den angrenzenden Sankt-Lorenz-Strom und den Atlantik erlauben. Solche erhabenen Momente weiß umso mehr zu schätzen, wer sie sich zuvor durch Ausdauer unterwegs verdient hat: Mit Pfaden an schroffen Bergflanken und über hügeliges Grasland ist Nova Scotia ein Paradies für Wanderer.

Ein Weg auf dem Kamm des Cabot Trail in Nova Scotia.
Mehr Blick geht nicht: unterwegs am Cabot Trail in Nova Scotia. © Tourism Nova Scotia

Das Kontrastprogramm zum ruhigen Naturerlebnis bietet die Provinzhauptstadt Halifax. Im lebhaften Hafenviertel lassen Genießer sich frische Meeresfrüchte in den Top-Restaurants schmecken, Musikfans lauschen den Live-Bands in den Pubs, und Kulturinteressierte schlendern durch Galerien und Museen.

Fabio Haebel in einem kanadischen Pub
Das rockt: Live-Band in einem Pub in Halifax, Nova Scotia © Destination Canada

Zum Kulturgut wurde die Romanfigur „Anne of Green Gables“, die Anne unter grünen Giebeln. Autorin Lucy Maud Montgomery ließ 1908 die Titelheldin ihres Kinderbuchklassikers auf Prince Edward Island („PEI“ genannt) aufwachsen und machte die kleinste Provinz Kanadas damit zu einem Sehnsuchtsziel junger Leser. Manch eine oder einer von ihnen mag die Insel mit ihren traumhaften Sandstränden, den roten Klippen und weiten Feldern gar für ein Fantasiegebilde gehalten haben. Spätestens die „Authentic PEI Experiences“ beweisen allerdings das Gegenteil. Mit freundlicher Unterstützung der gastlichen Einheimischen stürzen Reisende sich mitten hinein ins Inselleben und helfen auf Bauernhöfen, kochen regionale Spezialitäten oder versuchen sich unter Anleitung an traditionellem Kunsthandwerk.

Felsenküste
Inspirierend: die roten Klippen der Seeprovinz Prince Edward Island © Destination Canada

Schauspiel der Gezeiten

In New Brunswick wird das Meer selbst zum Künstler. Wie ein Bildhauer bearbeitet es unablässig eine Gesteinsformation, die sich aus der Bay of Fundy erhebt, und das auf spektakuläre Art und Weise: In der Bucht kann zwei Mal täglich der weltweit größte Tidenhub beobachtet werden. Der Unterschied zwischen Ebbe und Flut beträgt bis zu 14 Meter. Das heranrollende und wieder abfließende Wasser verhalf zum Beispiel den Hopewell Rocks zu ihrer bizarren Gestalt. Je nach Wasserstand umschwärmen mal Spaziergänger, mal Kajakfahrer die mit Bäumen gekrönten Felsen.

Felsenformation am Strand
Mal über, mal unter Wasser: die Hopewell Rocks in der Bay of Fundy, New Brunswick © Tourism New Brunswick

So hat jede der vier Seeprovinzen Kanadas ihre speziellen Attraktionen, Gemeinsam ist ihnen ihre Lage am Atlantischen Ozean, der Landschaften und Bewohner auf seine Weise geprägt hat. In ihrer offenen Art heißen sie Besucher willkommen und laden sie ein, die aufregende Natur und das sympathische Flair der Städte in vollen Zügen mitzuerleben.


Rundreise „Nationalparks am Atlantik“ mit CANUSA

Steilküsten, romantische Fischerdörfer, lebendige Städte und weitläufige Nationalparks – so präsentiert sich Atlantic Canada auf einer Fahrt durch die drei Provinzen Nova Scotia, Prince Edward Island und Newfoundland and Labrador. Neben den bekannten Nationalparks Gros Morne, Cape Breton Highlands und Fundy locken auch die weniger bekannten wie der Kejimkujik oder der Terra Nova National Park mit ihren landschaftlichen Reizen. Lassen Sie sich in den Provinzhauptstädten Halifax, Charlottetown oder St. John’s kulinarisch und kulturell verwöhnen und überraschen. Unterwegs stehen außerdem die Chancen gut, dass Sie Wale auf offener See beobachten können, und vor der Nordküste Newfoundlands schieben sich von Frühling bis Sommer Eisblöcke durch die „Iceberg Alley“.

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