Newfoundland and Labrador Tourism / Barrett and MacKay

Atlantik-Kanada für Entdecker und Genießer

Atlantik-Kanada – das sind die vier kanadischen Provinzen New Brunswick, Prince Edward Island (PEI), Nova Scotia und Neufundland & Labrador. Hier, an der Ostküste, begann die Besiedelung Kanadas durch Franzosen und Engländer, nachdem der Seefahrer Giovanni Caboto, (später: John Cabot), 1497 auf der Insel des heutigen Neu­fundland gelandet war. Die vier Provinzen rund um den Sankt-Lorenz-Golf bieten also eine interessante Historie – und obendrein eine entdeckens­werte Natur: Fjord­landschaften, dichte Wälder, National­parks und eine vielfältige Tier­welt im Wasser und an Land. Hier stellen wir Ihnen die landschaftlichen, kulturellen und kulinarischen Highlights sowie einige der besten Routen durch Atlantik-Kanada vor.

Eine illustrierte Karte von Atlantik Kanada
© Tobias Wandres

1) Torngat Mountains National Park | Neufundland und Labrador
Nur per Flugzeug oder Boot erreichbar sind die subarktischen Berge, Gletscher und Fjorde des National­parks Torngat Mountains im äußersten Norden von Labrador, der von jeher zur Heimat­region der Inuit gehörte. Ein dünn besiedeltes Land mit nur wenigen Touristen, dafür einer gewaltigen Natur, durch die Polar­bären und Karibus streifen. Inuit führen Besucher zu National Historic Sites wie den Stein­brüchen von Kitjigattalik, wo früh­geschichtliche Menschen über 4.000 Jahre lang die Silikat-Gesteinsart Ramah Chert abbaute, um sie zu scharf­kantigen Werkzeugen zu verarbeiten.

2) Iceberg Alley | Neufundland und Labrador
Zahllose Eisberge in den eigenwilligsten Formen treiben jedes Jahr im Frühjahr mit der Strömung von Norden – von Grönland und der kanadischen Arktis – aus durch die „Iceberg Alley“, die Eisberg-„Gasse“ entlang der Küste von Labrador bis zur Südost­küste Neufundlands. Einer dieser eiskalten Traveller war 1912 für den Untergang des seinerzeit für unsinkbar gehaltenen Passagier­schiffs „Titanic“ verantwortlich. Berühmt wurde mittlerweile der kleine Küstenort Ferryland, der 2017 einen guten Blick auf bis zu 600 vorbeiziehende weiße Riesen und Zwerge bot. Wie viele Eis­berge wo unterwegs sind, erfährt man, fast in Echtzeit, auf www.icebergfinder.com.

3) Whale Watching | Neufundland und Labrador
Jedes Jahr kehren zwischen Mai und September Zehn­tausende Wale und Delfine bei ihren Wanderungen durch die Meere vor die buchten­reichen Küsten­linien von Neufundland und Labrador zurück, um sich mit Krill, Stint­fischen und Tinten­fisch in den nährstoff­reichen Ozean­wassern satt zu fressen. Von Groß bis Klein ist alles dabei: Blau­wale – die größten Tiere unseres Planeten – ebenso wie Finn­wale, Pott­wale, Orcas, Schwarz­wale, Zwerg­wale und Delfin­arten. Es gibt diverse Wege, sie (plus eventuell ein paar Eis­berge) zu sichten: bei „Sea Trails“ zu Fuß entlang rauer Kliffs oder auch bei einem Picknick am Strand – sogar ohne Fernglas! An Bord eines Schiffs oder im See­kajak: Die besten Ausgangspunkte für Boots­touren sind Twillingate und Saint Johns.

4) Driving The Viking Trail | Neufundland und Labrador
Lange vor John Cabot waren es die Wikinger, die als erste Europäer das heutige Kanada auf dem Seeweg erreichten. Die „Viking Trail Scenic Route“ führt vom Gros Morne National Park aus rund 530 Kilometer über die Great Northern Peninsula und führt die Besucher auf spektakuläre Weise durch ursprüngliche Landschaften aus frühesten Erd­formationen, zu uralten rituellen Bestattungs­plätzen der indigenen Ureinwohner und zum Beispiel auch in eine 1.000 Jahre alte Wikinder­siedlung.

5) Festival Acadien de Caraquet | New Brunswick
Seit über 50 Jahren eine der größten Veranstaltungen, bei der im August das Erbe der französischen Siedler gefeiert wird, die sich im 17. Jahr­hundert an der Ost­küste in der damaligen französischen Kolonie Akadien, heute New Brunswick, nieder­gelassen hatten. Die Nach­fahren der hauptsächlich aus der Bretagne und der Normandie stammenden Aus­wanderer, die Franko­kanadier, haben bis heute großen Einfluss auf die Kultur und Gesellschaft der Provinzen von Atlantik-Kanada.

6) Hopewell Rocks | New Brunswick
Wer die bizarren Gesteins­formationen in voller Gänze bewundern möchte, sollte das Hopewell Cape in New Brunswick bei Ebbe zu Fuß besuchen. Zweimal täglich ändert sich die Ansicht hier auf spektakuläre Weise: Einhundert­sechzig Milliarden Tonnen Wasser strömen bei dem mit 21 Meter höchsten Tidenhub der Welt in die Bay of Fundy hinein und wieder hinaus. Wenn die Hopewell Rocks (Spitzname: „Flowerpots“) unter Wasser stehen, kommen Besucher auch gern per Kajak, andere machen Jet Boating oder Wildwasser-Rafting.

7) Fundy Wonders & Whales Route | New Brunswick
An der Südspitze von New Brunswick und entlang der Bay of Fundy erwarten Sie auf dieser Traum­straße nicht nur der welthöchste Tidenhub und Wal­sichtungen, sondern auch Kanadas älteste Stadt Saint John und eine facetten­reiche Mischung aus indigenen, französischen und britischen Einflüssen, die die Region und deren Kultur gleicher­maßen geformt haben.

8) Whale Watching | Bay of Fundy
Buckelwale sind die Attraktion vor New Brunswick. Wie vor New Foundland and Labrador sowie Nova Scotia locken Plankton und Krill in der Bay of Fundy die bis zu 18 Meter langen und 50 Tonnen schweren Giganten der Meere bei ihren Wanderungen auch hier in Küsten­nähe. Wal­beobachter können sich ihnen auf verschiedene Weise nähern: bei geführten Touren auf dem historischen Großsegler „Jolly Breeze“ ebenso wie im Zodiac oder Katamaran. Die Top-Ziele dafür sind in New Brunswick Grand Manan Island, Deer Island und St. Andrews. Und ja, die Schwer­gewichte sind verspielte Gesellen und fast so neugierig auf Besucher wie die auf sie. Kann sein, dass sie ganz nah ans Boot rankommen und eine Show abziehen mit Sprüngen und den Wasser­fontänen, die sie mit dem Ausstoßen ihrer Atemluft erzeugen.

9) Peggy’s Cove | Nova Scotia
Der kleine Fischer­ort mit seinem berühmten Leucht­turm ist eine der Haupt­attraktionen entlang der Süd­küste von Nova Scotia, nur etwa eine Stunde westlich von Halifax. Wer die malerische East-Coast-Landspitze an der St. Margaret’s Bay ohne zu viel Besucher­andrang erleben möchte, sollte sich möglichst frühmorgens aufmachen.

10) Halifax | Nova Scotia
Rund um das sternförmige Fort George liegt die lebendige Universitäts- und Hafenstadt mit ihren vielfältigen kulturellen und kulinarischen Angeboten. Per Direktflug aus Deutschland ist Halifax in nur sieben Stunden erreichbar und so das Tor nach Nova Scotia und den anderen Provinzen von Atlantik-Kanada.

11) Cabot Trail | Nova Scotia
Eine echte „Scenic Destination“ ist die nach dem Seefahrer John Cabot benannte Ringstraße um die halbe Insel Cape Breton in Nova Scotia – ein Paradies für Outdoor­freunde und Fisch­liebhaber. Zu den schönsten Panorama­strecken Nord­amerikas zählt der Abschnitt des Cabot Trail zwischen Chéticamp und Ingonish durch den Cape Breton Highlands National Park, wo man am Hang die Küstenlinie entlang­fährt und grandiose Blicke auf Landschaft, Himmel und Meer hat.

12) Whale Watching II | Nova Scotia
Die Sommer- und Herbstmonate sind Wal­beobachtungs­zeit auch in Nova Scotia. In wasser­festen Anzügen geht’s unter sachkundiger Führung im Zodiac hinaus aufs Meer, um die Ozean­riesen auftauchen und mit einem lauten Klatsch wieder­ eintauchen zu sehen. Ehrfurcht­gebietend! Und: Es gibt nicht nur Wale zu sehen, sondern auch die delfin­verwandten Schweins­wale, Robben und Seevögel. Top-Destinationen dafür sind die Insel Cape Breton, die Halb­insel Digby Neck, die wie ein schmaler Finger in die Bay of Fundy hineinreicht, und Brier Island. Die reichen Plankton-Vorkommen vor diesen Küsten sind ein gefundenes Fressen für die Giganten der Meere.

13) PEI’s Culinary Trail | Prince Edward Island
Prince Edward Island wird auch „Canada’s Food Island“ genannt. Die Insel ist nicht nur für ihren Fisch und ihre Meeres­früchte bekannt, sondern auch für Käse, Wein und diverse andere regionale Erzeugnisse. Einen guten Vor­geschmack davon erhält man auf dem „PEI Flavours Culinary Trail“, der auf vier unterschiedlichen Teil­strecken alle Highlights der facetten­reichen Insel auslobt.

14) PEI National Park | Prince Edward Island
Sanddünen, Strände, Salzmarschen und Wälder bilden auf 22 Quadrat­kilometern an der Nord­küste von PEI den Prince Edward Island Nationalpark. Neben mehreren hundert Pflanzen- und Tierarten ist der aus dem 19. Jahrhundert stammende Bauernhof „Green Gables“ eine Haupt­attraktion des Parks. Der Hof diente als Vorlage für „Anne of Green Gables“, die „Anne der grünen Giebel“, eines der bekanntesten kanadischen Kinder­bücher.

15) The Confederation Centre of the Arts | Prince Edward Island
Die „Charlottetown Conference“ auf der Insel Prince Edward Island (PEI) im Jahr 1864 war ausschlag­gebend für die Gründung der kanadischen Konföderation vor 150 Jahren. Gleich neben dem Original­schauplatz der Versammlung, dem Province House, befindet sich das Confederation Centre of the Arts, in dem neben der „Story of Confederation“ auch historische und zeit­genössische kanadische Kunst und Theater zu erleben sind.

16) Confederation Trail | Prince Edward Island
Auf der ehemaligen Trasse des Canadian National Railway verläuft heute ein – inklusive Neben­strecken – insgesamt 470 Kilometer langer Wander- und Radweg einmal über die gesamte Insel. Der Weg ist Teil des Fern­wanderwegs The Great Trail, der quer durch Kanada führt und im Winter per Schnee­mobil befahren wird.

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