Darren McChristie

Geheimtipps für Naturliebhaber – Kanadas unbekannte Nationalparks

Kanada ist eines der beliebtesten Reiseziele für Outdoorfreunde, die unberührte Natur erleben möchten. Kein anderes Land der Erde bietet seinen Besuchern eine so vielfältige atemberaubende und wilde Tierwelt und Landschaft mit unendlichen Seen, Prärien, Wäldern und Bergen. Wir stellen Ihnen, von Ost nach West, die acht schönsten weniger bekannten Nationalparks vor.

Frau mit Kind am Strand spazierend
© Tourism New Brunswick

1. Kouchibouguac National Park – Die sanfte Atlantikküste von New Brunswick

Kouchibouguac – das Wort stammt aus der Sprache der Ureinwohner Mi’kmaq und bezeichnet einen „Fluss der langen Gezeiten“. Bis zu 5.000 Jahre alte Torfmoore und eine Dünenlandschaft aus weißem Sand bestimmen das Landschaftsbild des an der mittleren Ostküste von New Brunswick gelegenen Kouchibouguac-Nationalparks. Aufgrund der dynamischen Gezeitenkräfte des Sankt-Lorenz-Stroms verändern die Dünen ständig ihre Form und Lage. Was bleibt, sind weitläufige Sandstrände, die zum Spazieren und – im Park offiziell erlaubt – zum Muschelsuchen einladen.

Wohnmobil mit mit felsiger Küste und Meer im Hintergrund
© Jean-Pierre Huard

2. Forillon National Park – Das wilde Ende Québecs

Am östlichen Ende der Halbinsel Gaspésie trotzt der Forillon-Nationalpark den Naturgewalten des Sankt-Lorenz-Stroms. In diesem rauen Klima fühlen sich Pflanzen und Tiere wohl, die sonst in kälteren Klimazonen zu Hause sind. Von den steil ins Meer abfallenden Klippen aus können Wale beobachtet werden, darunter Buckel- und sogar Blauwale. Die felsige Küste beherbergt die Brutstätten zahlreicher Seevögel wie Dreizehenmöwe, Gryllteiste und Tordalk. Zu empfehlen ist ein Ausflug nach Cap-des-Rosiers: Der Leuchtturm ist insbesondere während der Abendstunden ein eindrucksvolles Fotomotiv.

Landschaft im Pukaskwa National Park
© Darren McCristie

3. Pukaskwa National Park – Ontarios Landschaftsjuwel am Ufer der großen Seen

Pukaskwa ist für Wander- und Paddel-Enthusiasten die ungekrönte Königin unter Kanadas Nationalparks. Der Coastal-Wanderweg mit seinen spektakulären Ausblicken auf den Lake Superior zählt zu den landschaftlich schönsten Wanderrouten in ganz Kanada. Kajak- und Kanufahrer erleben die unberührte Schönheit entlang wilder Küstenabschnitte des Lake Superior, die selbst anspruchsvollen Kanuten Herausforderungen bietet.

Mann mit Blick ins Tal
© Destination Canada

4. Riding Mountain National Park – Biber und Bison in Manitoba

Willkommen in der Wildnis! Der Riding-Mountain-Nationalpark im Süden von Manitoba bietet Besuchern auf rund 3.000 Quadratkilometern weitläufige Prärielandschaft, Feuchtwiesen, Mischwälder und sanft geschwungene Hügel. Ein weitreichendes Netz an Wander- und Mountainbike-Trails durchzieht den Park, der seit 1986 den Status eines UNESCO-Biosphärenreservats besitzt. Im Park leben Bisons, Wölfe, Bären, Biber, Hirsche und Elche.

Besucher mit Blick auf weite Graslandschaft bei Abendsonne
© Tourism Saskatchewan/Greg Huszar Photography

5. Grasslands National Park – Unendliche Prärie in Saskatchewan

Ein endloses Meer aus Gras, das sich wellenförmig im Wind hebt und senkt und bis zum Horizont reicht. Darüber spannt sich ein tiefblauer Himmel. Der Grasslands-Nationalpark beeindruckt mit Weite und Stille. Und, bei Nacht, mit absoluter Dunkelheit: Im fernab von künstlichen Lichtquellen gelegenen Park leuchten die Sterne so intensiv, dass die Milchstraße zum Greifen nah scheint. Der Zeltplatz ist übrigens im gesamten Park frei wählbar. Besonders Allein-Zelten wird hier zum besonderen Erlebnis – nachts ist es so still, dass man meint, das Gras wachsen zu hören!

Mountainbiker umringt von Berglandschaft und Wäldern
© Destination BC/Ryan Creary

6. Mount Revelstoke National Park – Ein Paradies für Mountainbiker

Wildblumenwiesen und ein einzigartiger Regenwald aus Zedern prägen den Mount Revelstoke Nationalpark, der sich von den weitläufigen Hochtälern bis hin zu den schroffen Bergspitzen des Mount Revelstoke erstreckt und mit den Columbia Mountains Teil der Rocky Mountains ist. Die Gegend um Revelstoke ist für ihre legendären Mountainbike-Trails bekannt, die zu den besten in British Columbia gehören. Ob Downhill oder Cross Country: Sogar im Nationalpark gibt es Trails, die sich für jeden Fahrstil und jedes Fahrkönnen eignen.

Blick von oben auf Gulf Islands National Park
© Destination BC/JF Bergeron

7. Gulf Islands National Park – Inselhopping in British Columbia

Wie ein Südsee-Atoll ragen mitten im Pazifik 15 Inseln, Archipele und Riffe aus dem Wasser. Sie liegen zwischen dem Festland von Vancouver und der Stadt Victoria auf Vancouver Island. Dank des außergewöhnlich milden Klimas entwickelte sich im Gulf-Islands-Nationalpark eine einzigartige Lebensgrundlage für Flora und Fauna. Die größeren Inseln sind per Fähre erreichbar, die anderen nur mit dem Boot oder Kanu. Besonders eindrucksvoll ist Sidney Island mit lichten Wäldern und weiten Sandstränden, die zu einsamen Spaziergängen einladen.

© Birgit Cathrin Duval

8. Ivvavik National Park – Im hohen Norden des Yukon

Die Landung auf der Schotterpiste ist spektakulär: Der abgelegenste Nationalpark Kanadas ist nur mit einem kleinen Buschflugzeug zugänglich. In der prähistorisch anmutenden Landschaft würde es nicht überraschen, einen Tyrannosaurus rex zu erspähen. Die Mitternachtssonne, die im Juni 24 Stunden lang scheint, taucht die Landschaft in ein ganz besonderes Licht. Als einziger Nationalpark ging Ivvavik aus einem Land-Abkommen zwischen der Urbevölkerung der Inuvialuit und der Regierung hervor. Damit sicherten die Inuvialiut auch den Fortbestand der geschützten Porcupine-Karibu-Herde, die im Park ihre Kälber zur Welt bringen. Neben Wölfen bevölkern Grizzly- und sogar Eisbären den Park, der an der nordwestlichen Spitze Kanadas zwischen Alaska und der Beaufort-See liegt. Parks Canada bietet im Sommer Fly-In Camps mit Wanderungen und kulturhistorischen Führungen an.

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