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Einfache Tipps für eine klimafreundliche Zukunft

Auf der UN-Klimakonferenz in Paris und dem gleichzeitigen Treffen zum Kyoto-Protokoll im November und Dezember 2015 wurde zum Ziel gesetzt, die Erderwärmung deutlich unter 2 Grad zu halten. Eine klare Ansage an die Staaten. Und auch wenn die Treibhausgasemissionen in Deutschland 2014 erstmals seit drei Jahren wieder gesunken sind – um 4,6 Prozent, um genau zu sein –, wäre es fatal, sich jetzt entspannt zurückzulehnen und nach dieser ersten positiven Entwicklung auszuruhen. Schließlich sollen besagte Emissionen in Deutschland bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent, bis 2030 um 55 Prozent, bis 2040 um 70 Prozent und bis 2050 um 80 bis 95 Prozent reduziert werden. So der Plan der Bundesregierung. Dass noch viel getan werden muss? Selbsterklärend.

Ein Großteil der Entwicklungsarbeit liegt zwar bei den Konzernen, doch auch jeder Einzelne kann maßgeblich dazu beitragen, dass die Zukunft weiterhin lebenswert bleibt. Frei nach dem Motto „Ein kleiner Schritt für einen jeden Menschen – ein großer Schritt für das Morgen“.

Mobilität & Verkehr

  • Fakt ist: Ein Fünftel des in Deutschland ausgestoßenen Kohlenstoffdioxids geht aufs Konto des Straßenverkehrs. Wer nicht zwangsläufig aufs Auto angewiesen ist, sollte daher besser aufs Rad steigen, um von A nach B zu gelangen. Ist nicht nur gut für die Umwelt und die Figur, sondern spart insbesondere in (Groß-)Städten auch noch Zeit: Studien haben ergeben, dass die Zeitersparnis beim Bewältigen des Arbeitswegs enorm ist, wird das Auto gegen ein Rad eingetauscht! Und auch die Parkplatzsuche ist damit weitestgehend passé!
  • Bei größeren Entfernungen empfiehlt es sich, mit der Bahn zu fahren statt mit dem Pkw.
  • Führt am Auto kein Weg vorbei, ist es ratsam, ein Erdgasfahrzeug statt eines herkömmlichen Modells zu wählen: Erdgas verursacht fast keinen Feinstaub und außerdem deutlich geringere CO2-Emissionen als herkömmliche Kraftstoffe.
  • Wer auf Carsharing setzt, sollte Anbieter mit entsprechenden Erdgasfahrzeugen wie beispielsweise [fjuhl]ster wählen: Angetrieben mit 100 Prozent Biomethan aus Rest- und Abfallstoffen (ohne Nahrungsmittel), stehen die Fahrzeuge für besonders emissionsarmes Fortbewegen.

 

Einfache Tipps fuer eine klimafreundliche Zukunft
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Ernährung & Lifestyle

  • Fleischfans müssen jetzt tapfer sein: Laut Information des World Wide Fund For Nature (WWF) sind nahezu 70 Prozent der direkten Treibhausgasemissionen unserer Ernährung auf tierische Produkte zurückzuführen. Weniger Fleisch – zum Beispiel nur noch einmal wöchentlich – ist allerdings nicht nur gut fürs Klima, auch die Gesundheit freut sich: Mit rund 60 Kilo Fleisch pro Jahr verspeist der Durchschnittsdeutsche doppelt so viel Tier wie von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlen.
  • Aber auch Vegetarier und Veganer können mit ihrer Ernährung einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten: Wer Bio-Lebensmittel kauft und auf saisonale sowie regionale Produkte setzt, erzielt eine bessere Klimabilanz als bei konventionell produzierten Lebensmitteln sowie Produkten aus zum Teil fernen Ländern.
  • Übrigens: Auch Essensreste wegwerfen ist ein No-Go! Stattdessen locken mittlerweile eine ganze Reihe an Kochbüchern – zum Teil sogar von Sterneköchen geschrieben – mit kreativen Rezepten aus Resten und übrig Gebliebenem. Denn erschreckend, aber wahr: Jedes achte Lebensmittel, das in Deutschland gekauft wird, wird weggeworfen. Eindeutig zu viel!
  • Mit Freunden zusammen essen, lachen, trinken. Ein perfekter Abend, der auch noch Gutes tut: Für mehrere Gäste zu kochen spart Energie und verringert somit CO2-Emissionen.
Tipps für eine klimafreundliche Zukunft
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Energie

  • In Sachen Energie auf Erdgas setzen statt auf Öl oder Kohle, da der CO2-Ausstoß von Gaskraftwerken nur etwa halb so hoch ist wie der von Kohlekraftwerken der gleichen Leistung. Außerdem spart eine moderne Erdgas-Heizung vergleichsweise rund 30 Prozent an CO2 ein. Darüber freut sich auch das Portemonnaie: Hausbesitzer, die ihre alte Heizung gegen eine neue Gasheizung tauschen, können ihre Heizkosten um rund 40 Prozent senken.
  • Auch wenn Nostalgie im Trend ist: Insbesondere bei Haushaltsgeräten – wie beispielsweise dem Kühlschrank, der im Normalfall „24/7“, in ständiger Bereitschaft, läuft – kann sich eine Neuanschaffung lohnen. Schließlich sind viele von ihnen echte Stromfresser. Bei der Anschaffung sollte unbedingt auf die Energieeffizienzklasse geachtet werden: Die Energieklasse A+++ garantiert den mit Abstand niedrigsten Stromverbrauch (zum Vergleich: Der Stromverbrauch alter Kühlschränke ist oft mehr als doppelt so hoch).

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